Interview mit Collapse

Spannendes Interview mit der aus 6 Leuten bestehenden Band Collapse aus Thüringen. Ihnen ist ganz klar die Musik wichtig, aber noch einen zacken wichtiger ist Ihnen das Bandleben. Schaut rein und überzeugt euch selbst.

 

Bitte stellt euch als erstes einmal vor: 

-> Wie viel seid Ihr und woher kommt Ihr?

bandpic collapse

Sechs junge Burschen aus dem winzigen Dörfchen St.Gangloff, nahe am Hermsdorfer Kreuz in Thüringen.

-> Wer hat welche Aufgabe?

 

Zuerst ist da mal Lucas, unser Tieftoner. Außerdem noch Daniel und Lukas, die Gitarristen. Franz ist mehr oder weniger das Rhythmustalent der Band (Drummer). Zuletzt sind da noch unsere beiden Schreihälse Kevin und Flo.

-> Was für Musik macht ihr?

 

Wir waren bis zum letzten Jahr noch in einer Findungsphase. Im Moment kann man es getrost als Progressive-Metalcore bezeichnen.

-> Wie lange gibt es euch schon?

 

Uns gibt es seit etwas mehr als einem Jahr, also Ende 2010.

Im Januar 2011 kam unser zweiter Sänger Kevin dazu, ab da an kam die Band langsam in Fahrt. Davor bestand das Ganze eher aus einem lockeren Interessenverbund.

 

Wie seid Ihr auf den Bandnamen Collapse gekommen?

 

Vorher hießen wir mal „Another Passing Day“. Irgendwann ist uns aufgefallen, dass das einfach zu lang ist. Nach stundenlangem Rumdiskutieren blieben wir bei den Vorschlägen „I Don’t Like You“ und „Collapse“ hängen. Im Nachhinein war dann doch klar, für welchen wir uns entscheiden sollten.

 

Wie erfolgreich habt Ihr das Jahr 2011 aus eurer Sicht abgeschlossen?

 

2011 lief absolut nicht zu unserer Zufriedenheit. Viel zu wenig Auftritte, viel zu wenig Engagement. Gegen Ende des Jahres wurde uns klar, dass wir die Sache ernster betreiben wollen. Seitdem haben wir uns zusammengerissen, Songs geschrieben und uns einen Kopf gemacht, wie es weitergeht. Und nun stehen wir endlich mit einem ordentlichen Set an Songs da und sind bereit für 2012.

 

Legt Ihr dieses Jahr noch eine „Schippe“ drauf?

 

Auf jeden Fall. Allein das Erste Halbjahr läuft schon viel besser. Wir haben spannendere Gigs, bemühen uns um ein ordentliches Auftreten und haben jemanden gefunden, der uns beim Booking hilft.

Wir hoffen, dass es so klasse weitergeht, aber man weiß ja nie!

 

Was liegt bisher alles an?

 

Als erstes einmal einen Monsterauftritt mit MYRA, Medea Rising, Without Words und No Need To Stay. Wir spielen auch am 12.04. bei einem kleinen Festival im Jenaer Rosenkeller, 2 Bühnen und ‘ne Menge Spaß. Ansonsten sind da diverse kleinere Auftritte, auf die wir uns aber mindestens genau so freuen.

Achso, ganz wichtig! Im Sommer nehmen wir unsere Debut-EP bei unserem Freund Kenny Laakkinen in Jena auf. Wir sind gespannt, wie das am Ende aussieht und vor allem, wie sich das anhört!

 

Was ist euch wichtig (verteilt prozentual (max. 100%!)).
die Musik, das Bandleben + neue Bekanntschaften, die Aftershowpartys

 

Ganz klar, die Aftershowpartys!

Nein, wir sind alle nicht die großen Trinker. Zwar trinken wir gern und dann auch mal einen über den Durst, aber vor Auftritten gibt es meistens nichts. Danach gibt’s paar Bierchen oder auch mal ‘nen Kurzen, aber das ist noch nie so richtig ausgeartet.

Demzufolge fällt Aftershowparty schon mal hinten runter. Anstandsweise gibt’s dafür mal 10%, ist ja nicht so, dass nach dem Auftritt tote Hose ist.

 

Was uns wirklich am Herzen liegt ist das Bandleben und die Bekanntschaften. Das ist das wohl beste am Musikmachen, man lernt immer neue Menschen kennen und hat Spaß an dem, was man tut. Dafür gibt’s von uns 50%.

Die Musik kommt natürlich nicht zu kurz, und wir möchten, dass andere unsere Musik so feiern wie wir selbst. Deswegen hierfür 40%.

 

Wie verhaltet Ihr euch bei Auftritten? Trinkt Ihr genüsslich euren Tee bis zu eurem Auftritt und danach werden die Schnapsflaschen geöffnet?

Die Frage haben wir ja zum Großteil schon beantwortet. Vor dem Auftritt gibt’s also fast nix. Noch ist es so, dass wir vor den Gigs ziemlich nervös sind. Uns fehlt eben die langjährige Erfahrung. Aber es wird immer entspannter und auch das Set läuft immer souveräner.

Außerdem ist alle Aufregung vergessen, sobald man angefangen hat zu spielen. In dem Moment interessiert einen die Nervosität gar nicht mehr und man macht einfach sein Ding.

 

Besucht Ihr selber oft (sowohl kleine als auch große) Konzerte?

 

Klar. Was wäre eine Band, wenn sie sich nicht die entsprechende Musikszene anschaut. Wir sind selbst Fans verschiedenster Bands und haben fast alle davon bereits live gesehen. Das sagt also schon aus, dass wir uns oft auf allen möglichen lokalen Festivals und kleineren Shows rumtreiben. Noch mehr Spaß würde es uns machen, das Ganze von der Bühne aus zu  beobachten, aber das dauert wohl noch ein wenig.

 

Habt ihr als Band ein besonderes Merkmal, wodurch Ihr euch im Gegensatz zu anderen Bands unterscheidet?

 

Man könnte sich jetzt was besonders Tolles aus den Fingern saugen. Aber um ehrlich zu sein machen wir einfach die Musik die uns Spaß macht und orientieren uns dabei an unseren Lieblingen, darunter August Burns Red, Periphery, Protest The Hero, The Ghost Inside, uvm.

 

Das Augenscheinlichste sind  da wohl unsere 2 Sänger. Während Flo für die klaren Gesänge und die tiefen Growls zuständig ist, bedient sich Kevin der Shouts und Screams.

 

Flo:  Unsere unkonventionellen Songstrukturen sind wohl unser

besonderstes Merkmal, die Mischung zwischen vetrackten Schreiparts und melodiösen

Cleanpassagen und Hooklines.

 

Kevin:  Außerdem haben wir den wohl kleinsten Proberaum der Welt.

 

Was würdet Ihr spontan mit 1000€ machen?

 

1000? Das käme sehr gelegen um unsere EP zu finanzieren. Außerdem brauchen wir unbedingt für die Proben ‘ne neue Gesangsbox. Bei unserer jetzigen ist der Hochtöner kaputt, das klingt fürchterlich!

 

Nun zum Thema Mode/Lifestyle ein paar Fragen:

 

Von welcher Band würdet ihr am ehesten ein Bandshirt tragen?

 

Da sind wir uns wohl einig – August Burns Red! Ansonsten haben wir alle haufenweise Bandshirts  und allgemein Merch anderer Bands.

Kevin: Also ich sammel die Dinger sogar!

 

Welche Rolle spielt Mode für eure Band? (Eine essentielle Rolle, oder trägt jeder was er will?)

 

Im Prinzip trägt jeder was er will. Aber meistens stehen wir dann doch alle mit irgendwelchen  dunklen Bandshirts, ‘nem Hemd oder ‘nem Zipper und ‘ner Jeans auf der Bühne.

Franz hat als einziger ‘ne Macke und trägt immer kurze Sportshorts und Tanktop.

 

Franz: …und keine Schuhe!

 

Wird Mode heutzutage zu viel Wert beigemessen? Ist heutzutage der Style einer Band wichtiger als deren Musik??

 

Mode darf man heutzutage nicht vernachlässigen. Ob‘s um den Job geht oder um eine Band. Die Klamotten sind eben das Augenscheinlichste, bevor man anfängt zu spielen.

Damit können so viele Statements und Meinungen ausgedrückt werden.

Doch um ehrlich zu sein –wen interessiert der Style einer Band, wenn die Musik einfach gut ist?

 

Kaffee oder Energiedrink? Warum?

 

Flo, Franz, Daniel: Energydrink! Wahlweise mit ohne Vodka. Kaffee ist zu bitter!

 

Kevin, Lukas: Kaffee! Energie ist zu süß!

 

Lucas: Cappuccino!

 

Was denkt Ihr über Perfidy? (Bitte ehrlich sein)

 

Wir finden euer Zeug cool, nur Daniel ist es etwas zu bunt

Lucas wusste nicht mal um was es überhaupt geht, aber der bekommt auch nie irgendwas mit.

Aber der Rest findet‘s echt trollig!

 

Möchtet Ihr noch jemanden einen Dank aussprechen

 

Flo: Ich möchte gern meiner Freundin danken, dass sie immer so geduldig ist, wenn ich mal

wieder viel mit der Band zu tun ‘hab, meinen 5 Mannen ebenfalls, für

die gute Zeit bisher.

 

Als Band wollen wir vor allem unseren Fans, unseren Familien und Perfidy – für das Interview – einen Dank aussprechen! Und natürlich auch allen, die sich das hier bis zum Ende durchgelesen haben und an die Leute des Jugendclubs in St.Gangloff, weil sie unsere langen, mitunter grenzwertig lauten Proben immer ertragen müssen. ;)

 

Haut rein, Leute!

 

Weitere Informationen zu Collapse:

http://www.facebook.com/collapseofficial

 

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1 Kommentar zu „Interview mit Collapse“

  • Interessante Frage mit dem Bühnenoutfit. Meiner Meinung nach gibt es nix Langweiligeres als eine Band, die auf der Bühne steht und aussieht, als wäre sie gerade von der Straße gekommen. Eine Band muss man ansehen, dass die Mitglieder zusammen gehören. So fand ich zum Beispiel die Ramones-Outfits immer sehr geil.

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